Adieu, schwarzes Buch.
Weihnachten lebte bei John O’Reilly’s Butchers früher in einem einzigen schwarzen Buch. Das ist vorbei.
GeschichteMetzgereienWeihnachtsbestellungenLokale Helden13. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit

John O’Reilly hat sein Handwerk bei Eugene Doyle in der Deerpark Road in Mount Merrion gelernt. 1972 übernahm er den Laden selbst und zog bald ein paar Häuser weiter in die Nummer 67, wo er bis heute ist. Gearbeitet wird noch auf die traditionelle Art: ganze Rinderhälften und ganze Lämmer, im Laden selbst zerlegt.
Auch Weihnachten lief jahrzehntelang auf die traditionelle Art: Bestellungen per Telefon, notiert in einem schwarzen Buch. Und in der Weihnachtswoche eine Schlange um den Block – mit stundenlangem Warten, bis man seine Bestellung abholen konnte.
Bestellungen mit Kugelschreiber. Änderungen daneben gekritzelt. Dann alles abgeschrieben in Listen, mit denen das Team arbeiten konnte. Jede Abschrift brachte Zweifel – und eine neue Chance für einen Fehler.
Heute bestellen und bezahlen die Kunden mit Tenvito im Voraus. Und die Stammkunden, die lieber nicht online bestellen? Sie kommen weiter in den Laden, wo das Team die Bestellung gemeinsam mit ihnen auf einem Tablet aufgibt.
Jede Bestellung und jede Änderung liegt beieinander, in Sekunden gefunden. Klare Bestellschlusstermine und detaillierte Listen haben die Vorbereitung komplett verändert: weniger Personal, weniger Aufwand und keine Fehler mehr durch das Abschreiben aus dem Buch.
Der Papierkram erledigt sich von selbst: Bestellbestätigungen, Packzettel und Erinnerungs-E-Mails, mit klar bestätigter Liefer- oder Abholzeit.
Und dann der Abholtag. Die Schlange um den Block ist verschwunden. Stattdessen: ein ruhiger Tag, mehr Zeit für ein Gespräch mit jedem Kunden – und größere Einkäufe.
Das schwarze Buch im Ruhestand. Der Papierkram erledigt. Zeit für die Kunden.
John O’Reilly’s Butchers
- Wo
- Deerpark Road, Mount Merrion, Dublin
- Seit
- 1972
- Bekannt für
- Traditionelles Metzgerhandwerk